Der emotionale Mensch ist der wesentliche Umsetzungsfaktor

Auch bei Digitalisierung gilt: Der Mensch ist der betriebliche Umsetzungsfaktor Nummer 1 – nicht der Prozess. Sie sind die Experten für Ihren Betrieb und für Ihre Prozesse. Der Schlüssel für Motivation und Leistung liegt im Verhalten, in den Haltungen und im Umgang der Menschen miteinander.

Prozesse und Veränderung führen oftmals zu Effekten wie Angst, Sorge, Widerstand oder Demotivation. Dies wird (technisch ausgedrückt) bei Menschen im Falle von Überlastungen der Aufnahmekanäle (beispielsweise durch Komplexität oder Multioption) und eine damit einhergehende Verlagerung in das Limbische System – also in die emotionalen Ebene – verursacht. Dadurch wird verhindert, dass man klar denken und handeln kann.

Das geschieht in der Regel dann, wenn ein Mensch den Eindruck hat, die Kontrolle zu verlieren. Und ist damit abgekoppelt von betrieblichen Prozessen, die auf analytischen und rationalen Gedanken basieren. Hierin liegt beispielsweise der Grund, wenn Sie sich in schweißtreibender Arbeit Prozesse und Verfahren überlegt haben – die dann aber nicht umgesetzt oder gelebt werden.

Und genau deswegen sind mediationsbasierte Ansätze (die Schaffung von Interessenausgleich) die Richtigen zur Problemlösung. Daher finde ich es immer dann bedauerlich, wenn der Mensch im Vorfeld bei Digitalisierungsprozessen ausschließlich in rationalen und funktionalen Ebenen gesetzt ist oder wird. Hier wird eine Lücke enstehen, die sich in hohen Kosten ausdrückt.

Dies ist auch ein Grund dafür, dass wir personale Risikobewertungen, beispielsweise bei Digitalisierungsprozessen, durchführen können, ohne dafür jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin einzeln befragen zu müssen.

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