Was ist Emotional Risk Mapping (ERM)?

Risiko bezeichnet eine unerwünschte Zukunft. Wenn wir wissen, wie in unserem Fall dieses Risiko (Business Risk) aussehen wird, können wir reagieren, um es abzudämpfen, zu vermindern oder im besten Fall zu vermeiden. Mit Emotional Risk Mapping (ERM) werden die zu erwartenden emotionalen Spannungsfelder bei Veränderungsprozessen – beispielsweise bei Digitalisierungsprozessen oder New Work Ansätzen – kartographiert und ein betriebliches Gesamtbild sichtbar gemacht. Wir sind damit in der Lage, wie mit einer Lupe auf die Stellen zu sehen, wo Störfelder in der Kommunikation und damit Risiken bei der Umsetzung von Prozessen zu erwarten sind. Das ERM betrachtet dabei Prozesse und deren Umsetzung abgekoppelt.

In ca. 60 Minuten lässt sich für geplante Prozesse eine Bewertung von Risiken und Gelingenspotentialen in personaler Hinsicht durchführen. Bei der Bewertung greift ein selbstentwickelter Algorithmus auf sieben erfahrungsbasierte sowie eine wissenschaftliche Datenbank zurück, um daraus eine Einschätzung über die höchsten Risikopotentiale und auch Gelingenspotentiale bei der Umsetzung zu ermitteln. Aus den Ergebnissen erstellt der Algorithmus zwei grafische Darstellungen (Heatmap/Riskmap) der Risikopotentiale im gesamten Betriebes. Eine Grafik zeigt an, welche Stellen strukturell die höchsten Risiken aufweisen, die andere, welche Risikopotentiale in Relation zueinander am teuersten ausfallen können. Hieraus werden Handlungsfelder und konkrete Themen als Handlungsempfehlung generiert, die Sie in Trainings mit Ihren Mitarbeitern erproben und in den Alltag übertragen können.

Für Unternehmen gibt es viele Vorteile. Durch die klare und wissenschaftlich begründete Trennung von Prozess und Umsetzung arbeitet das Verfahren in „zukünftigen“ Zusammenhängen. Eine klassische Statuserhebung ist somit nicht notwendig. Allerdings funktioniert das Verfahren auch bei Prozessen, die sich bereits in Umsetzung finden. Hier lassen sich aus den Veränderungen Prozessfragen generieren, die eine Bearbeitung ermöglichen. Weitere Grundlage ist, dass die Umsetzung nicht funktioniert, die Prozesse aber technologisch und rational machbar sind. Das bedeutet, dass ERM keinen direkten Eingriff in betriebliche Prozesse nimmt und somit keine „Prozesseinmischung von außen“ erfolgt. ERM legt Wert auf Effizienz, weshalb ein Algorithmus zum Einsatz kommt, der auch neue Erfahrung nach schneller Anpassung berücksichtigen kann. Die Bewertung erfolgt schnell und ist damit deutlich günstiger als langatmige Analysen. Zuguterletzt beruft sich das Verfahren auf interdisziplinäre, wissenschaftliche Grundlagen, die in praktische Anwendung überführt wurden.

Mehr Informationen finden Sie auch auf dieser Seite.

Wenn Sie Fragen zum Verfahren oder auch zu „Mensch & Betrieb“ haben, wo das ERM entwickelt wurde, dann schreiben Sie eine Mail an gilfert@mensch-und-betrieb.de.